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Ein Freitagmorgen. Das Brummen eines Motors in der Dämmerung, ein Wagen, der erst vor dem Anhänger zu stehen kommt. Los. Der Gesang der Vögel verstummt. Sie ruft noch mal, wir müssen los, raus in die Stadt. Ich habe noch keinen Kaffee getrunken. Eine arg müde Stunde, und wir sind da. Die Straßen noch mal voller als sonst, überall Menschen, nicht nur die Jungen. Sie lassen einfach nicht nach. Nein. Und wir sind mit einem Mal mittendrin, eher gegen als mit der vagen Strömung treibend, immer wieder mit andern im Gespräch, dann ausweichend, Fische im Wasser ihrer Wut. Auf den Straßen, auf die Plätze. Wie viel bräuchte es wohl, um das Land lahmzulegen. Das ganze Land? Eine Art Streik, ein Generalstreik. Wie die Franzosen? Sie braucht nicht zu sagen, die haben aber eine Revolution vollbracht, ich sehe ihren Zweifel auch so, auch wenn er schon mit der Lust ringt weiterzudenken bis zu dem Punkt, der Handeln will oder Lassen. Nichts als die Straße, sage ich, keine NGO, keine Gewerkschaft, schon gar keine Partei. Ohne Parole, Transparent, Trillerpfeife? Ohne alles. Nicht mal im Namen unserer Bewegung? Es ist deine, ich stelle mir eine Opposition des Volkes vor. Des was? Der Leute. Sagst du das noch mal, genau so? Leute. Das will sie hören von Anfang, Sätze, Parolen, Wörter, Buchstaben. Die Leute. Die Straße. Opposition. Wir sollten noch oft darauf zurückkommen.