nein

Über 60 Kilometer erstreckt sich die Kolonne russischer Armeefahrzeuge auf Kiew zu, darunter Mannschaftswagen in drei, vier Reihen dicht an dicht, Satellitenbilder zeigen es. Eine überlange Kette von Befehlsempfängern, sehr jungen Männern, die dem „Brudervolk“ zur Hilfe eilen, Putins „Friedenstruppe“,  Verbrecher in Uniform, die sich bald fragen werden, warum sie nicht nein gesagt haben, wie sie nicht nicht zu Mördern wurden. Sie sind nicht im Befehlsnotstand, nur Teil einer Kette des Bösen, und würde plötzlich Selenskyj oder Gandhi oder Jesus mitten auf der Straße stehen um sie aufzuhalten, sie würden nicht anhalten.

daneben

Es gibt Leute, die immer nur das Gute sehen wollen. HörerInnen meiner Radiosendung geben mir Mitschuld an Putins Schlacht – wir hätten ihn so lange kritisiert, dass nun der Krieg da sei. Die Käseverkäufer am Markt, die sich, ja, auch schon als Coronaleugner zeigten, sagen am Samstag, man habe Putin unfair behandelt, und jetzt kämen natürlich die Lügenbilder von Opfern. Wahrlich erbarmungslos (den Käse haben wir nicht gekauft). Andere – wie die Linken der Linken – sprechen weiter lieber von der dunklen NATO als von Kriegsherr Putin und singen ihr schräges Lied vom Frieden, als hätten sie mehr davon als alle anderen. Warum klingt alles nur so kalt und – aggressiv? Haben wir unsere „Seele“ tatsächlich nie wiedergefunden?