souverän

Auf den Fluren relativer Macht (Parlamentskantine, Festivalpalast, Redaktionsgebäude, Buchmessenhalle), begegnet man jenen armen Mächtigen, die nur dessen Gruß erwidern können, auf den es jetzt ankommt – sie haben keine Zeit zu verlieren, tragen am letzten Termin, ächzen dem nächsten entgegen, da sie wieder alles geben müssen. Eine leitende Person, mit der man schon oft geredet hat, der eigene Verleger in der Messe-Hölle auf dem Weg zum noch besseren Seller: Hinter einer gläsernen Wand, ostentativ abwesend (noli me tangere), wie vom Spuk der Bedeutung erschöpfte Geister huschen sie vorbei, eher blaß als hochnäsig, ohne Erinnerung daran, dass souverän nur ist, wer über den Normalzustand entscheidet.