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Wer sich in die Welle stürzt, sollte wissen, dass sie mitreißend sein kann. 50 Schauspieler starten eine Gemeinschaftsaktion, um die Not der Künstler in der Coronakrise zu spiegeln, so wenig trennscharf zum Lager der Querfühler, dass ihnen Maaßen und die AfD beipflichten und ein Chor an Kritikern mit Igor Levit entgegnet: „bornierter Schrumpfsarkasmus“. Gemeinschaft kann fruchtbar sein – und furchtbar. Gerade zeichneten im Kampf um Macht, Missbrauch und Rassismus am Düsseldorfer Schauspielhaus 1.400 Theaterleute einen offenen Brief, den kaum eine/r zu Ende gelesen haben dürfte – spricht er doch vom Rassismus, „der in den verlausten Ecken unserer Gesellschaft haust und darauf wartet sich auszubreiten…“. Im verständlichen Wunsch mit vielen woke zu sein, in der Sprache des „Stürmer“. Auch ohnmächtige Wut träumt manchmal hässlich von der Macht.

ave

ave corona, morituri te salutant – denke ich, da mich die Warnapp anfunkt, in grell brutalem Rot – ich bin dem Virus begegnet – dabei bin ich nicht mal ausgegangen. Unschuldig fühle ich mich schuldiger als es sich meine ärgsten Feinde wünschten – verletzlicher als ich selbst.