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Es war ein Trick, die Kommentare hatten recht. Mitten in der Krise waren wir in Klausur gegangen, nicht wie üblich, da die Türen zugehen um sich mächtig wieder zu öffnen, im Licht der Öffentlichkeit, nach ein paar Stunden, die der Tross draußen fiebrig wartet. Wir legten es total an, unsere Klausur war radikal – wir tauchten buchstäblich unter und blieben siebeneinhalb Tage verschwunden. Unvorstellbar. Gut, ich brauchte nicht zu verschwinden, nur sie tauchte unter. Gemeinsam tauchten wir dann wieder auf, skandalös triumphal, als es genug war und die Effekte tanzten und das Netz von obszöner Vermutung und dunkler Verschwörung zitterte. Ein burn out? Hat man sie entführt? Es schien undenkbar, dass wir den Kampf nur unterbrachen um alles für uns zu entscheiden. Wir saßen in meinem Trailer auf meiner Lichtung im Nirgendwo, die Tage flogen vorbei, und wir schrieben am „Viralen Manifest“. Ich glaube, sie war froh.